Selbstzweifel: Dein innerer Kompass

Es gibt immer wieder Phasen im Leben in denen wir an uns selbst und unserem Weg zweifeln. Wir sind uns unsicher, ob wir das was wir tun wirklich wollen und damit glücklich werden. Meistens überrennen uns die Selbstzweifel dann, wenn es gerade anfängt gut zu laufen, wir das Gefühl haben auf unserem Weg zu sein und endlich glücklich zu werden.

Wäre es dann nicht doch besser alles hinzuschmeißen und nochmal von vorn anzufangen oder den einfachsten aller Wege zu wählen, es mit der Erfüllung der eigenen Lebensaufgabe einfach sein zu lassen und tun was alle anderen tun? Sicher, Spaß macht das nicht, aber vielleicht hört dann endlich dieses zweifeln auf.

Wir sind der Meinung, dass Selbstzweifel etwas schlechtes sind, die darauf hindeuten, dass wir nicht gut genug sind, Fehler machen, versagen. Selbstzweifel können uns nur so lange verrückt machen und uns zerstören bis wir erkennen wie wertvoll sie für uns sind. Deine Selbstzweifel helfen dir deinen Weg zu finden.

Ich muss dir gestehen: Ich zweifle sehr oft! Susann Hering

Ich zweifle, mich mit meinen Ängsten sichtbar zu zeigen. Ich zweifle an meinem Selbstwert. Ich zweifle, ob ich den richtigen Weg gehe. Ich zweifle, ob ich meine Ziele erreiche. Und ich zweifle daran, ob ich jemals den für mich passenden Partner finden werde.

Wenn mich die Selbstzweifel mal wieder sehr einnehmen, habe ich teilweise wochenlang schlaflose Nächte. Das macht sich nachts besonders gut, hat man da doch so schön viel Zeit über all das nachzugrübeln. Diese Momente sind mehr als unangenehm, man fühlt sich einsam und ohne Selbstvertrauen. Um da wieder raus zu kommen, hilft nur knallhartes austesten. Egal wie die Antwort ausfällt, das was raus kommt wird gemacht.

Armlängentest

Armlängentest bei einer „Nein“-Aussage. | Foto: Susann Hering

Der Armlängentest bringt dir Klarheit und Fokus. Durch das Austesten wirst du innerlich ruhig und weißt was zu tun ist.

Beginne zunächst mit der Aussage: „Ich bin gut genug.“ Macht dir diese Aussage Stress, finde heraus wo die Ursache dafür liegt. Vielleicht kommt dir ein Impuls, eine Situation oder Bilder. Dann kannst du einfach austesten, ob es damit etwas zu tun hat oder es sogar die Lösung ist.

Falls du keinen Impuls bekommst, gehst du in der Zeit zurück. „Die Ursache liegt vor über 5 Jahren, 10 Jahren, …?“ Manchmal reicht es aus, wenn du dir der Ursache bewusst wirst, manchmal brauchst du etwas, um es lösen zu können. Denk dabei auch immer an deine Kompromisse, Glaubenssätze und Selbstgespräche. Oft tragen wir das Thema nicht für jemand anderen, sondern es liegt an uns, uns aus der Opferrolle raus zu nehmen und klar zu dem zu bekennen, der oder die wir sind.

Heilatem

Das Thema ist da, aber du bist nicht mehr fähig zu testen. Es nimmt dich voll ein, schnürt dir den Hals zu und das einzige, was du noch fühlen kannst, ist eine innerliche Schwere, Leere oder ein rapide sinkender Energieverlust.

Wenn dir nichts mehr hilft, um dich auszugleichen oder dir das Thema zu groß erscheint, erinnere dich. Bevor dich die Selbstzweifel total vereinnahmen, verbinde dich wieder mit deiner Quelle. Atme dieses schwere, dich lähmende Gefühl vollständig und mit all seiner Schwere ein und gib es in die Quelle ab. Wiederhole den Vorgang so lange, bis du das Gefühl hast, dass in dir etwas Freiraum entstanden ist. Dann atme aus der Quelle Selbstvertrauen ein und fülle den Freiraum in dir damit, egal wie winzig er sein mag. Du benötigst das Selbstvertrauen, um zu erkennen, dass du selbst im größten Nebel oder der größten Dunkelheit dem Sturm in dir gewachsen bist. Atme weiter Selbstvertrauen aus der Quelle ein und in dich aus. Du wirst merken, dass die innerliche Schwere sich langsam verkleinert oder auflöst. Dann kannst du schauen, was die Ursache ist und was du daraus lernen darfst.

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